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2015 fingen sechs Leute in Wien an. Heute arbeiten rund 70 Menschen für ORBIS Austria, in der Ungargasse im dritten Bezirk und an einem zweiten Standort in Salzburg. Sie sorgen dafür, dass bei österreichischen Industrie- und Handelsunternehmen jene Software läuft, mit der Aufträge, Produktion und Kundenkontakte gesteuert werden. Im Rücken steht die ORBIS SE aus Saarbrücken, die auf drei Kontinenten tätig ist.
Die Arbeit beginnt meistens bei einem Prozess, der hakt. Ein Automobilzulieferer will genauer wissen, wo seine Teile im Werk gerade stehen. Ein Stahlhändler braucht seine Angebote schneller beim Kunden. ORBIS Austria bringt dafür Systeme von SAP und Microsoft zum Laufen, S/4HANA etwa in Finanzwesen und Logistik, Dynamics 365 in Vertrieb und Service. Technisch ist das nur die halbe Miete. Der größere Teil besteht darin, mit den Fachabteilungen zu klären, wie im Betrieb tatsächlich gearbeitet wird, und die Systeme daran anzupassen. Bei SAP ist ORBIS Gold-Partner, bei Microsoft Solutions Partner, und die Wiener Gesellschaft betreut nach eigenen Angaben einige der größten Dynamics-Installationen des Landes.
Die Muttergesellschaft gibt es seit 1986. Sie erwirtschaftete 2024 einen Konzernumsatz von 132,2 Millionen Euro und beschäftigte zum 30. Juni 2025 892 Menschen, von Saarbrücken über Eindhoven bis Shanghai. Für ein Wiener Projektteam heißt das ganz praktisch: Bei einer kniffligen Frage sitzt jemand mit passender Erfahrung meist schon irgendwo in der Gruppe. Eigene Umsatzzahlen für Österreich veröffentlicht ORBIS Austria nicht.
Den größten Teil der Belegschaft stellen Consultants und Entwickler, die eine Hälfte in der SAP-Welt, die andere rund um Microsoft Dynamics und die Power Platform. Dazu kommen Vertrieb, Marketing und die internen Dienste. Hochschulabsolventinnen und -absolventen steigen über ein Traineeprogramm ein, Erfahrene gehen direkt ins Projekt. Weil das Haus in Wien und Salzburg klein geblieben ist, kennt man einander; gleichzeitig wächst es seit der Gründung stetig, von den sechs Anfangsjahr-Beschäftigten auf rund 70.
Wie sich das Arbeiten dort anfühlt, lässt sich halbwegs unabhängig nachlesen. Great Place to Work zertifiziert ORBIS Austria seit 2022. Bei den Best Workplaces Austria 2026 erreichte das Unternehmen in der Kategorie der Betriebe mit 50 bis 99 Beschäftigten Rang vier, bei Best Workplaces for Women 2026 Rang drei. Auch die betriebliche Gesundheitsförderung ist zertifiziert und wird alle zwei Jahre neu geprüft. Zwei der Geschäftsführer sind seit den ersten Wiener Jahren an Bord.
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