Finde deinen nächsten Arbeitgeber.
Finde deinen nächsten Arbeitgeber.

Am Hohen Markt in Wien sammelt sich jeden Mittag eine kleine Menschentraube. Über die denkmalgeschützte Ankeruhr, ein Jugendstilwerk aus dem Jahr 1914, zieht dann eine Reihe historischer Figuren vorbei. Erbaut hat das Wahrzeichen die frühere Anker-Versicherung, aus der die heutige Helvetia Versicherungen AG hervorgegangen ist. Das Unternehmen sitzt bis heute im selben Haus, Hoher Markt 10–11. Gegründet wurde das Haus am 2. Dezember 1858 als „Der Anker, Gesellschaft für Lebens- und Rentenversicherung". Damit gehört Helvetia zu den ältesten Versicherern Österreichs. Den Namen Helvetia trägt das Unternehmen seit 2006; dahinter steht die schweizerische Helvetia Gruppe aus St. Gallen, mit der die Verbindung bis in die 1960er-Jahre zurückreicht. Was hier versichert wird, betrifft fast jeden Lebensbereich. Helvetia ist im Lebens- und Vorsorgegeschäft ebenso tätig wie in der Schaden- und Unfallversicherung: Das reicht von der Pensionsvorsorge über die Haushalts- und Kfz-Versicherung bis zur Absicherung ganzer Betriebe. Über 630.000 Kundinnen und Kunden in Österreich vertrauen dem Unternehmen ihre Risiken an. Betreut werden sie von mehr als 950 Mitarbeitenden an österreichweit 39 Standorten. Entsprechend breit ist die Palette der Berufe. Im Außendienst beraten Kundenbetreuerinnen und -betreuer in den Regionen zu Vorsorge und Schadenschutz, in der Generaldirektion am Hohen Markt kalkulieren Aktuare die Tarife, prüfen Underwriter die Risiken und bearbeiten Spezialistinnen die Schadenfälle. Dazu kommen Bereiche wie IT, Recht, Finanzen und Kundenservice. Auf Aus- und Weiterbildung legt das Unternehmen erkennbaren Wert: Mitarbeitende werden bei der Auswahl passender Seminare unterstützt und über ein eigenes Weiterbildungsprogramm begleitet. Seit dem 5. Dezember 2025 gehört Helvetia zur Helvetia Baloise Gruppe, dem Zusammenschluss der beiden Schweizer Versicherer Helvetia und Baloise. In der Schweiz ist daraus der größte Allbranchenversicherer geworden. Die Gruppe beschäftigt rund 22.000 Menschen in acht europäischen Märkten und betreut etwa 13 Millionen Kundinnen und Kunden. Für die österreichische Gesellschaft heißt das: ein finanzstarker Konzern im Rücken, die Arbeit aber weiterhin dort, wo schon 1914 die Ankeruhr aufgezogen wurde.

Vier neue Filialen hat die Sparkasse Oberösterreich 2025 eröffnet, unter anderem in Sattledt und im Linzer High-Five-Tower. Sieben weitere sind für 2026 geplant. Damit kommt das Haus auf 115 Standorte in Oberösterreich und im westlichen Mostviertel. Rund 440.000 Kundinnen und Kunden betreut die Bank, nach eigenen Angaben mehr als jede andere Regionalbank des Bundeslandes. Das Geschäft ist das einer Universalbank. In den Filialen geht es um Gehaltskonto, Sparbuch und den Kredit fürs Eigenheim, in der Firmenkundenbetreuung um Investitionen: Deren Volumen stieg 2025 um acht Prozent auf 4,3 Milliarden Euro, das Neugeschäft im privaten Wohnbau zog um 85,4 Prozent an. Ein eigenes Team betreut Bäuerinnen und Bauern und schloss im selben Jahr 130 Finanzierungen über zusammen 40 Millionen Euro ab. Die Bilanzsumme lag Ende 2025 bei 15,8 Milliarden Euro, die Kernkapitalquote bei 19,6 Prozent. Gegründet wurde die Sparkasse 1849 in der Linzer Innenstadt, ursprünglich als Einrichtung gegen Armut. Der Sitz liegt bis heute an der Promenade. Heute ist sie eine Aktiengesellschaft und firmiert seit Juli 2023 als Sparkasse Oberösterreich Bank AG; der frühere Name Allgemeine Sparkasse Oberösterreich Bankaktiengesellschaft steht für dieselbe Gesellschaft. Seit Juni 2024 liegt sie wieder überwiegend in oberösterreichischer Hand: Gut 85 Prozent hält die Anteilsverwaltung, zehn Prozent die Erste Bank, 3,15 Prozent eine Stiftung der eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Über die Sparkassengruppe gehört die Bank zu einem Verbund, der weit über Österreich hinausreicht. Beaufsichtigt wird sie von der Europäischen Zentralbank und der Finanzmarktaufsicht. Rund 1.660 Menschen arbeiten für die Bank. Die meisten von ihnen in den Filialen. Andere analysieren Kreditrisiken, arbeiten im Controlling oder entwickeln in der IT das digitale Banking weiter. An der Spitze steht Stefanie Christina Huber als Generaldirektorin, gemeinsam mit den Vorstandsdirektoren Manuel Molnar und Martin Punzenberger. Eine tagesaktuelle Beschäftigtenzahl veröffentlicht das Haus nicht selbst; die Angabe stammt aus dem Firmenverzeichnis der Wirtschaftskammer. Im trend-Ranking der besten Arbeitgeber 2025, das auf Urteilen von Beschäftigten beruht, sieht sich die Bank nach eigenen Angaben auf Platz eins unter den oberösterreichischen Banken und auf Platz drei österreichweit in der Kategorie Banken und Finanzdienstleistungen. Der Einstieg beginnt oft direkt nach der Pflichtschule. Die Lehre zum Bankkaufmann oder zur Bankkauffrau dauert drei Jahre und führt durch alle Bereiche einer Filiale, auf Wunsch mit Schwerpunkt Digitalisierung. Wer will, hängt die Matura an und bekommt dafür fünf zusätzliche bezahlte Lerntage im Jahr. Jedem Lehrling wird ein Buddy zur Seite gestellt. Laptop und iPhone gibt es dazu, beides auch zur privaten Nutzung.

Die UniCredit Bank Austria zählt zu den größten Banken des Landes. Rund 5.000 Menschen arbeiten hier, der weitaus größte Teil in Österreich, von der Zentrale am Wiener Rothschildplatz bis zu Geschäftsstellen in Städten wie Villach oder Bludenz. Wer hier anfängt, kommt zu einem Haus mit langer Geschichte und einer der großen europäischen Bankengruppen im Rücken. Im Kern ist die Bank ein Allrounder im Geldgeschäft. Sie führt Konten für Privatkundinnen und Privatkunden, vergibt Kredite an kleine und mittlere Betriebe, betreut vermögende Kunden im Private Banking und finanziert große Unternehmen sowie die öffentliche Hand. Über 100 Geschäftsstellen gibt es im Land. Dazu kommen Online- und Mobile-Banking rund um die Uhr. Die Bilanzsumme lag zuletzt bei rund 103 Milliarden Euro (Halbjahresbericht 2024) und macht das Institut zu einer der größten Banken Österreichs. Die Geschichte reicht tief ins österreichische Bankwesen. Die Creditanstalt finanzierte einst Eisenbahnen und Industriebetriebe, die Länderbank und die Zentralsparkasse gehörten über Jahrzehnte zum Wiener Bankenplatz. 1991 schlossen sich Zentralsparkasse und Länderbank zur Bank Austria zusammen, 1997 kam die Creditanstalt dazu. Seit 2005 gehört das Haus zur italienischen UniCredit, einer Gruppe mit rund 148.000 Beschäftigten in etwa 20 europäischen Ländern. An der Spitze steht seit Mai 2024 Ivan Vlaho als CEO. Sein Vorgänger Robert Zadrazil verantwortet seither als Country Manager das Österreich-Geschäft. Für Bewerberinnen und Bewerber bedeutet das viele verschiedene Berufe unter einem Dach. In den Filialen beraten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu Konten, Krediten und Vorsorge. In der Zentrale sitzen Fachleute für Finance, Risikomanagement und Recht, dazu ein wachsender Bereich für Digitalisierung und IT, der den Zahlungsverkehr und die Banking-App am Laufen hält. Den Einstieg organisiert die Bank über mehrere Wege: eine klassische Lehre zum Bankkaufmann oder zur Bankkauffrau, die Initiative BestStart für Maturantinnen und Maturanten und ein Graduate-Programm für Hochschulabsolventen. Weil die Bank zugleich das Geschäft der UniCredit in mehreren mittel- und osteuropäischen Märkten steuert, hat die Arbeit oft einen grenzüberschreitenden Zug. Teams stimmen sich mit Kolleginnen und Kollegen in anderen Ländern ab, und innerhalb der Gruppe ist ein Wechsel über Grenzen hinweg grundsätzlich möglich. Eine aktuelle Gesamtkundenzahl veröffentlicht die Bank nicht; auch die Mitarbeiterangaben schwanken je nach Quelle um die 5.000. Die Zentrale steht in der Wiener Leopoldstadt, am Rothschildplatz.

In Kärnten kennt man die BKS Bank seit über hundert Jahren. 1922 in Klagenfurt gegründet, ist sie heute eine börsennotierte Universalbank mit rund 1.100 Beschäftigten in der Gruppe und Standorten in mehreren Ländern. Ein Haus, das in seiner Region verwurzelt ist und trotzdem über die Grenze reicht. Das Geschäft ist das einer klassischen Hausbank. Privatkunden sparen hier, eröffnen ein Konto, finanzieren die Wohnung. Betriebe lassen sich bei Investitionen begleiten und beim Schritt ins Ausland. Dazu kommen Vermögensanlage, Wertpapiergeschäft und Leasing, für das fünf eigene Gesellschaften zur Gruppe gehören. Klagenfurt ist und bleibt der Sitz. Von dort aus hat sich die Bank aber längst über Kärnten hinaus entwickelt. Rund 63 Geschäftsstellen betreibt sie, und neben Österreich ist sie mit eigenen Standorten in Slowenien, Kroatien und der Slowakei vertreten. Der Schritt über die Grenze begann schon in den 1990er-Jahren. An der Wiener Börse notiert die Aktie seit 1986. Allein steht die BKS dabei nicht. Gemeinsam mit der Oberbank und der BTV bildet sie die 3-Banken-Gruppe, einen Verbund aus drei regional verankerten, aber eigenständig geführten Instituten. Das gibt einem mittelgroßen Haus Rückhalt, ohne dass die Entscheidungen anderswo fallen. Die Berufe reichen weiter, als das Wort Bank vermuten lässt. Klar, in den Filialen sitzen die Beraterinnen und Berater, die beim Wohnkredit oder beim Wertpapierdepot weiterhelfen. Doch ein Institut dieser Größe beschäftigt ebenso IT-Leute, Risikoanalystinnen und Treasury-Fachkräfte in der Klagenfurter Zentrale, und im Firmenkundengeschäft betreuen Spezialisten mittelständische Unternehmen. Wer von Schule oder Uni kommt, findet Lehrstellen und Trainee-Plätze. Genaue Mitarbeiterzahlen schwanken je nach Stichtag; die Bank selbst nennt rund 1.100 Beschäftigte in der Gruppe. Verwurzelt ist sie geblieben. Gegründet in Klagenfurt, geführt aus Klagenfurt, und das seit 1922.

Rund 16 Millionen Menschen in sieben Ländern führen ihre Konten bei einer Bank der Erste Group. Etwa zehn Millionen davon nutzen George, die digitale Banking-Plattform der Gruppe. Dahinter steht ein Haus mit langer Geschichte: Gegründet wurde die Erste 1819 in Wien als Sparkasse für Menschen mit kleinem Einkommen. Wer heute hier einsteigt, arbeitet für eine der größten Bankengruppen in Mittel- und Osteuropa. Die Erste Group ist eine Universalbank. Sie führt Konten und vergibt Kredite an Privatkundinnen und Privatkunden, begleitet kleine Betriebe ebenso wie große Unternehmen, verwaltet Vermögen und ist im Wertpapiergeschäft aktiv. Ihren Sitz hat die Erste Group Bank AG am Belvedere 1 in Wien. Gearbeitet wird aber längst nicht nur dort. Mit ihren Tochterbanken ist die Gruppe in Österreich, Tschechien, der Slowakei, Ungarn, Rumänien, Kroatien und Serbien vertreten und betreibt dort rund 2.200 Filialen. In Österreich, Tschechien, der Slowakei und Rumänien zählt sie zu den Marktführern. Die rumänische Banca Comercială Română und die tschechische Česká spořitelna gehören zu den größten Banken ihrer Länder. Insgesamt beschäftigt die Gruppe über 45.000 Menschen (Stand 2023). Das macht das Arbeiten hier konkret: Eine Kundenberaterin in einer Filiale, ein Entwickler, der an der George-App baut, eine Risikomanagerin in der Zentrale, sie alle gehören zur selben Gruppe. Neben dem klassischen Bankgeschäft gibt es Fachbereiche in IT und Softwareentwicklung, im Finanz- und Risikobereich, im Private Banking und in der Vermögensverwaltung. Wer über Ländergrenzen hinweg arbeiten möchte, findet dafür ein großes Feld, denn die sieben Kernmärkte sind eng vernetzt. Die Aktie der Erste Group ist seit 1997 an der Wiener Börse notiert. Die Geschäftsfelder über alle Länder im Detail aufzuschlüsseln würde hier zu weit führen, die offiziellen Geschäftsberichte halten das vollständig fest.

Bei Bitpanda lässt sich mit ein paar Klicks Bitcoin kaufen, ein Stück Gold dazulegen oder Geld in eine Aktie stecken. Genau damit ist das Wiener Unternehmen seit 2014 groß geworden: Investieren so einfach wie Online-Banking. Aus einem Start-up von drei Gründern ist eine Plattform geworden, über die heute mehr als sieben Millionen Menschen in Europa anlegen. Das Geschäft ist schnell erklärt. Bitpanda betreibt eine Handelsplattform für digitale Vermögenswerte. Neben rund 390 Kryptowährungen kann man dort auch Edelmetalle, Aktien und ETFs handeln, dazu kommt eine eigene Visa-Debitkarte. Der Hauptsitz liegt in der Leopoldstadt in Wien, hier arbeitet auch das größte Team. In Berlin, London, Madrid, Barcelona, Mailand und Bukarest sitzen weitere Büros. Insgesamt gehören über 700 Menschen zur Belegschaft. Bitpanda war 2021 das erste österreichische Start-up, das mit über einer Milliarde Euro bewertet wurde. 2025 kam die EU-weite MiCA-Lizenz dazu, die zentrale Zulassung für Krypto-Dienstleister in Europa, ergänzt um Lizenzen in Großbritannien und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Für das Geschäftsjahr 2025 weist das Unternehmen rund 371 Millionen Euro bereinigten Umsatz aus, ein Plus von 16 Prozent gegenüber dem Vorjahr (The Block, März 2026). Wer hier anfängt, arbeitet an einem regulierten Finanzprodukt mit echten Kundengeldern. Gefragt sind dabei längst nicht nur Entwicklerinnen und Entwickler. In den Teams sitzen genauso Compliance-Fachleute, die die neuen EU-Regeln in den Alltag übersetzen, Produktmanager und Leute aus Kundenservice und Marketing. Das Unternehmen beschreibt seine Belegschaft als international zusammengesetzt und bietet neuen Mitarbeitenden ein Onboarding-Programm samt Umzugsunterstützung. Eine harte Mitarbeiterzahl jenseits der rund 700 Köpfe veröffentlicht Bitpanda nicht laufend. Für 2026 bereitet das Unternehmen nach übereinstimmenden Presseberichten einen Börsengang in Frankfurt vor.

18,8 Millionen Kundinnen und Kunden führen ihr Konto bei einer Bank der RBI-Gruppe, die meisten davon nicht in Österreich, sondern in Zentral- und Osteuropa. Gesteuert wird dieses Netz aus einem Haus am Wiener Stadtpark, in dem über 3.700 Menschen aus mehr als 75 Nationen arbeiten. Wer hier anfängt, arbeitet fast zwangsläufig über Grenzen hinweg: elf eigene Tochterbanken in CEE, dazu Filialen und Repräsentanzen in insgesamt 23 Ländern. Das Geschäft hat zwei Seiten. In Österreich ist die Raiffeisen Bank International vor allem für Unternehmen da. Sie finanziert Exportgeschäfte, wickelt den Zahlungsverkehr großer Firmenkunden ab und begleitet sie bei Anleiheemissionen und Übernahmen. In Zentral- und Osteuropa gehören der Gruppe dagegen eigene Vollbanken, bei denen auch Privatpersonen ihr Gehaltskonto führen und den Kredit fürs Eigenheim aufnehmen. Rund 42.000 Mitarbeitende und etwa 1.300 Geschäftsstellen gehören zu diesem Verbund, die Bilanzsumme lag Ende Juni 2026 bei 205 Milliarden Euro. Die Geschichte in der Region beginnt 1986 in Ungarn, drei Jahre vor dem Fall des Eisernen Vorhangs. Aus dieser frühen Entscheidung sind rund vier Jahrzehnte Marktkenntnis in Ländern geworden, in denen westeuropäische Banken meist erst viel später Fuß gefasst haben. Seit 2005 notiert die Aktie an der Wiener Börse. Die Mehrheit von gut 61 Prozent halten weiterhin die österreichischen Raiffeisen-Landesbanken, der Rest ist Streubesitz. Als bedeutendes Institut steht das Haus unter Aufsicht der Europäischen Zentralbank und der österreichischen Finanzmarktaufsicht. Im ersten Halbjahr 2026 erzielte die Gruppe ohne Russland ein Konzernergebnis von 708 Millionen Euro, ein Viertel mehr als im Vorjahreszeitraum, und arbeitet parallel an der Integration zugekaufter Banken in Südosteuropa und Rumänien. Gesucht wird in Wien quer durch das Haus. Entwicklerinnen, Datenanalysten und Produktverantwortliche bauen an den Plattformen, über die Zahlungen und Wertpapiergeschäfte von 18,8 Millionen Kunden laufen. Daneben stehen die klassischen Bankberufe: Im Risikomanagement wird durchgerechnet, was ein Firmenkredit in Rumänien oder Kroatien kosten darf, in Compliance und Recht prüfen Spezialistinnen Regulatorik und Verdachtsfälle. Studierende steigen über Praktika und Teilzeitstellen ein und können Arbeit und Studium nebeneinander laufen lassen, Absolventinnen und Absolventen über Traineeprogramme und Junior-Positionen. Weil die Gruppe in zwölf Märkten gleichzeitig unterwegs ist, sind Projekte über Ländergrenzen hinweg Alltag statt Ausnahme, und Englisch ist im Haus ebenso gebräuchlich wie Deutsch. Gearbeitet wird mit flexiblen Zeiten und anteilig von zu Hause. Wer Kinder hat, bekommt einen Zuschuss zur Betreuung, dazu kommen Gesundheitsangebote und ein Zuschuss zum Öffi-Ticket. Wie sich die rund 42.000 Beschäftigten der Gruppe im Detail auf die einzelnen Länder verteilen, weist die Bank öffentlich nicht auf, für die Zentrale in Wien nennt sie über 3.700. An der Spitze steht seit 1. Juli 2026 Michael Höllerer, der zuvor Finanzvorstand des Hauses war und mehrere Tochterbanken in Osteuropa geführt hat.

Am 12. Februar 1822 nahm im Innsbrucker Stadtturm eine Sparkasse ihren Betrieb auf. Geldgeber waren der Landesgouverneur, der Innsbrucker Bürgermeister und das Stift Wilten, die einen Garantiefonds zusammenlegten, damit auch kleine Leute etwas zurücklegen konnten. Zwei Jahrhunderte später sitzt dieselbe Bank am Sparkassenplatz und betreut mehr als 150.000 Kundinnen und Kunden in und um Innsbruck. Im Kern ist die Tiroler Sparkasse eine Regionalbank. Privatleute führen hier ihr Konto, legen Geld an, finanzieren die erste Wohnung oder sorgen für die Pension vor. Tiroler Betriebe holen sich Kredite, mal für eine neue Maschine, mal für ein Betriebsgebäude. Dazu kommt das Sparbuch, dem das Haus seinen Namen verdankt, und für alle, die nicht in die Filiale kommen wollen, Beratung per Video und Chat. Das Filialnetz ist überschaubar und doch dicht: neben der Zentrale rund 25 Standorte in der Stadt und im Umland, dazu etwa ebenso viele Bankomat- und SB-Stellen. Ende 2021 arbeiteten samt Töchtern und Verbundpartnern rund 400 Menschen für die Bank. In den Filialen sitzen Beraterinnen und Berater, die einer jungen Familie den ersten Wohnkredit durchrechnen oder mit einer Unternehmerin über eine Finanzierung sprechen. In der Zentrale arbeitet, wen man als Kunde nie zu Gesicht bekommt: Leute im Risikomanagement, in der IT, in der Verwaltung. Allein steht die Tiroler Sparkasse dabei nicht. Knapp drei Viertel der Anteile hält die Erste Bank der österreichischen Sparkassen, den Rest eine Tiroler Privatstiftung. Damit gehört das Haus zur Sparkassengruppe und zur Erste Group, einem der größten Bankhäuser in Mittel- und Osteuropa. Für Beschäftigte bringt das zwei Dinge zusammen: einen Arbeitgeber mit kurzen Wegen in Innsbruck und im Rücken einen großen Verbund mit eigenen Ausbildungs- und Aufstiegswegen. Ein Teil des Gewinns geht laut Satzung seit jeher an gemeinnützige Zwecke in der Region. Daran hat sich in über 200 Jahren wenig geändert.

64 selbstständige Raiffeisenbanken mit zusammen rund 344 Filialen prägen das Bankgeschäft in Oberösterreich. Ihr gemeinsames Spitzeninstitut steht am Europaplatz in Linz: die Raiffeisenlandesbank Oberösterreich AG. Sie übernimmt dort die Geschäfte, die für eine einzelne Regionalbank zu groß sind, vom Firmenkundengeschäft bis zur Beteiligung an Industrieunternehmen. Wer hier arbeitet, sitzt an einer der zentralen Schaltstellen der österreichischen Raiffeisen-Gruppe. Das Tagesgeschäft reicht weit über den Bankschalter hinaus. Privatkunden führen hier ihr Konto, oberösterreichische Betriebe finanzieren ihre Investitionen, und große Unternehmen holen sich Kapital für den nächsten Schritt. Daneben verwaltet die Bank ein umfangreiches Beteiligungsportfolio. Sie ist Kernaktionärin des Linzer Stahlkonzerns voestalpine und hält Anteile an der Raiffeisen Bank International sowie an der tschechischen Raiffeisenbank a.s. Allein diese drei Beteiligungen trugen 2025 jeweils über 90 Millionen Euro zum Konzernergebnis bei. Die Zahlen zeigen die Größenordnung. Die Konzernbilanzsumme lag Ende 2025 bei 48,7 Milliarden Euro, der Jahresüberschuss vor Steuern bei 748,3 Millionen Euro. Rund 7.800 Menschen arbeiten im Konzern, der 154 vollkonsolidierte Gesellschaften umfasst. Beraten wird dabei nicht nur in Österreich. Neben Linz, Salzburg und Wien ist die Bank an neun Standorten in Deutschland und in Prag vertreten. Entsprechend breit sind die Tätigkeitsfelder. In der Kundenberatung begleiten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Privat- und Firmenkunden durch ihre Finanzierungen, im Beteiligungsmanagement analysieren Spezialisten Industrie- und Bankbeteiligungen, dazu kommen Aufgaben in Risikomanagement, IT und Treasury. Die Bank geht auf das Genossenschaftsmodell Friedrich Wilhelm Raiffeisens zurück und arbeitet nach dessen Grundsätzen von Solidarität und Subsidiarität. Als Spitzeninstitut der oberösterreichischen Raiffeisenbanken verbindet sie regionale Verankerung mit internationaler Reichweite. Geführt wird die Aktiengesellschaft seit Mai 2025 von Generaldirektor Reinhard Schwendtbauer.

Die BAWAG P.S.K. ist eine der größten und rentabelsten Banken Österreichs mit über 1,6 Millionen Privat- und Firmenkunden und einer landesweit sehr bekannten Marke. Unsere Geschäftsstrategie ist auf niedriges Risiko und hohe Effizienz ausgerichtet. Mehr als 70% unserer Kredite und Forderungen bestehen gegenüber Kunden in Österreich, während die restlichen auf westliche Industrieländer wie Deutschland, Großbritannien, Frankreich und die Vereinigten Staaten entfallen. In den letzten Jahren haben wir uns vermehrt auf unser Kerngeschäft konzentriert und uns aus Geschäftsbereichen zurückgezogen, in welchen wir über keinen oder einen geringen Wettbewerbsvorteil verfügten. Im Zuge dieses Veränderungsprozesses haben wir unsere Tochtergesellschaft für Vermögensverwaltung verkauft, den Eigenhandel eingestellt und die proaktive Entscheidung getroffen, uns aus Mittel- und Osteuropa zurückzuziehen. So haben wir unser Kreditengagement in Mittel- und Osteuropa auf mittlerweile weniger als 1% der Bilanzsumme reduziert. Wir sind stolz auf unser Kreditportfolio, welches wir mit geringem Risiko führen. Unsere Geschäftssegmente sind Retail Banking and Small Business, Corporate Lending and Investments und Treasury Services and Markets. Das Angebot leicht verständlicher, transparenter und erstklassiger Produkte und Dienstleistungen, die den Bedürfnissen unserer Kunden entsprechen, steht in allen Geschäftsbereichen im Zentrum unserer Strategie. Die Wurzeln der BAWAG P.S.K. – heute eine der führenden Banken in Österreich – reichen bis ins Jahr 1883 zurück, als unter Kaiser Franz Joseph I. das „k.k.Postsparcassen-Amt" eröffnet wurde. Die Fusion der Traditionsbanken BAWAG und P.S.K. per 1.1.2005 hat die größte Kundenbank Österreichs entstehen lassen, die neue „BAWAG P.S.K. Bank für Arbeit und Wirtschaft und Österreichische Postsparkasse AG“ ? kurz „BAWAG P.S.K.“. Die Bank steht zu 52% im Eigentum von Cerberus Capital Management LP und zu 40% im Eigentum von GoldenTree Asset Management LP.

Mehr als 18 Millionen Menschen verlassen sich auf den Versicherungsschutz von UNIQA. In Österreich ist das Unternehmen mit rund 21 Prozent Marktanteil die zweitgrößte Versicherungsgruppe. Die Wurzeln reichen bis 1811 zurück, als in Salzburg die erste der Vorgängergesellschaften gegründet wurde. Heute sitzt die Konzernzentrale in Wien, an der Donau gleich gegenüber der Innenstadt. Versichern heißt bei UNIQA vor allem Gesundheit, Vorsorge und der Schutz vor Schäden. Eine Familie sichert ihr Eigenheim ab, ein Betrieb seine Anlagen, jemand spart über eine Lebensversicherung für später. Hinter diesen Polizzen steht ein Konzern von rund 40 Gesellschaften in 14 Ländern, elf davon in Zentral- und Osteuropa. In Märkte wie Tschechien, Polen, Rumänien oder die Ukraine ist UNIQA über Jahre hineingewachsen, häufig durch Zukäufe. Der größte Einzelmarkt bleibt aber Österreich, wo allein 3,7 Millionen Kundinnen und Kunden betreut werden. Die Aktie der Gruppe notiert an der Wiener Börse und ist Teil des Leitindex ATX. Für die Gruppe arbeiten mehr als 21.000 Mitarbeitende und exklusive Vertriebspartner. Diese Zahl umfasst angestellte Beschäftigte und den Außendienst gemeinsam; eine reine Stammbelegschaft weist UNIQA in der Konzernübersicht nicht gesondert aus. Die Bandbreite an Berufen ist entsprechend groß. Aktuarinnen rechnen Risiken und Tarife durch, im Schadenmanagement werden Fälle geprüft und reguliert, in der IT laufen die Systeme, über die Millionen Verträge verwaltet werden. Dazu kommen Underwriting, Asset Management, Recht und der Vertrieb, der im Außendienst direkt bei den Kundinnen und Kunden sitzt. Wer im Beratungsgeschäft anfängt, kann die hauseigene Ausbildung bis zum BÖV-Zertifikat des österreichischen Versicherungsverbands durchlaufen. Reguliert wird das Geschäft von der österreichischen Finanzmarktaufsicht. Eine Versicherung mit über zweihundert Jahren Geschichte, börsennotiert und in einem ganzen Länderbogen tätig, bietet Tätigkeitsfelder vom Rechenmodell über die IT-Plattform bis zum Gespräch am Küchentisch.

Knapp 2.000 Beraterinnen und Berater sind für die Wiener Städtische in ganz Österreich unterwegs. Sie sitzen in Landesdirektionen und Geschäftsstellen vom Bodensee bis an die ungarische Grenze und sind oft die erste Adresse, wenn Kundinnen und Kunden eine Versicherung abschließen oder einen Schaden melden wollen. Gegründet wurde das Unternehmen 1824 in Wien. Heute ist es die größte Einzelgesellschaft der Vienna Insurance Group. Die einen schließen eine Lebens- oder Krankenversicherung ab, die anderen melden einen Blechschaden oder den Wasserrohrbruch im Keller. Beides läuft bei der Wiener Städtischen zusammen. Mit einem Marktanteil von rund 17 Prozent zählt sie zu den größten Versicherern Österreichs. Rund 4.000 Menschen arbeiten hier, knapp die Hälfte davon im Außendienst, verteilt auf neun Landesdirektionen und etwa 130 Geschäftsstellen im ganzen Land. Im Innendienst sieht die Arbeit anders aus. Aktuare kalkulieren Tarife, Sachbearbeiterinnen prüfen Schadensfälle, andere veranlagen das Kapital der Versicherten oder halten im Kundenservice den Kontakt. Wer eine Lehre beginnen will, findet hier einen Platz, genauso wie Absolventinnen und Absolventen aus Wirtschaft, Mathematik, Recht oder IT. Ausgebildet wird im eigenen Haus, und das Unternehmen verweist gern auf Laufbahnen, die beim Einstieg begannen und bis in die Führung reichten. Hinter der Wiener Städtischen steht die Vienna Insurance Group, einer der größten Versicherungskonzerne Zentral- und Osteuropas. Ihr Sitz ist seit den 1950er-Jahren der Ringturm am Wiener Schottenring, ein Hochhaus, das viele Wienerinnen und Wiener vom Vorbeigehen kennen. Fast 200 Jahre nach der Gründung verkauft das Haus noch immer Versicherungen, aus demselben Gebäude.

1835 eröffnete in Klagenfurt die siebte Sparkasse Österreichs. Daraus ist die Kärntner Sparkasse AG geworden, ein Bankhaus mit Sitz am Neuen Platz und knapp 600 Beschäftigten (Stand März 2024). Sie betreuen Privatkunden am Schalter ebenso wie Betriebe bei größeren Finanzierungen, in ganz Kärnten und über die Grenze bis nach Slowenien. Das Kerngeschäft ist bodenständiges Bankgeschäft: Konto und Sparen, Wohnbaufinanzierung, Veranlagung, dazu die Begleitung von Unternehmen bei Krediten und Investitionen. 51 Standorte betreibt die Bank in Kärnten, elf weitere in Slowenien, wohin sie ihr Geschäft seit den 1990er-Jahren ausgeweitet hat. In den Filialen sitzt man den Kundinnen und Kunden direkt gegenüber. Andere prüfen Risiken, werten Zahlen aus oder halten das Filialnetz technisch am Laufen. 2024 flossen mehr als 16 Millionen Euro in die Modernisierung dieser Standorte, sichtbar etwa am neuen Kompetenzzentrum in Villach. Allein steht das Haus dabei nicht. Es gehört zur österreichischen Sparkassengruppe rund um die Erste Bank; die Anteile liegen zu rund drei Vierteln bei der Privatstiftung Kärntner Sparkasse und zu einem Viertel bei der Erste Bank. Das heißt für die Belegschaft: ein überschaubares regionales Haus mit kurzen Entscheidungswegen, das zugleich an einem Verbund mit mehr als tausend Filialen und über 13.000 Kolleginnen und Kollegen hängt. Weiterbildung und ein Wechsel innerhalb der Gruppe werden damit greifbar. Wie man hereinkommt, ist ganz verschieden. Manche fangen mit einer Lehre direkt nach der Schule an, andere kommen als Studierende oder mit Berufserfahrung aus einer anderen Bank. Ausgebildet wird im eigenen Haus, von der Kundenberatung über die Betreuung von Firmenkunden bis zu den Fachfunktionen im Hintergrund. Gearbeitet wird bis heute dort, wo 1835 alles begann: am Neuen Platz in Klagenfurt.

Über die Geldpolitik des gesamten Euroraums entscheidet der EZB-Rat in Frankfurt. Österreichs Stimme an diesem Tisch kommt von der Oesterreichischen Nationalbank, deren Gouverneur dort mit Sitz und Abstimmungsrecht vertreten ist. Gegründet wurde die Bank 1816, ihren Sitz hat sie am Otto-Wagner-Platz in Wien. Wer hier arbeitet, ist näher an den Entscheidungen über Geld und Finanzstabilität, als es von außen aussieht. Die OeNB ist eine Aktiengesellschaft im Eigentum der Republik Österreich und fester Bestandteil des Eurosystems sowie des Europäischen Systems der Zentralbanken. Was das im Alltag bedeutet, ist greifbarer, als der Name vermuten lässt. In der Bankenaufsicht prüfen Analystinnen und Analysten, ob die heimischen Kreditinstitute stabil aufgestellt sind und sich an die Aufsichtsregeln halten. Im Treasury verwalten Fachleute die Euro- und Währungsreserven des Landes und helfen, geldpolitische Beschlüsse in die Praxis umzusetzen. Und im Zahlungsverkehr sorgen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dafür, dass Bargeld in hoher Qualität dorthin gelangt, wo es gebraucht wird, und dass Überweisungen verlässlich laufen. Dazu kommen Ökonominnen, Statistiker und Forschende, die Konjunktur, Banken und Finanzmärkte beobachten und die Zahlen liefern, auf die sich Politik und Öffentlichkeit stützen. Mehr als tausend Menschen arbeiten für die OeNB. Der Großteil sitzt in Wien, ein weiterer Standort ist die OeNB West in Innsbruck. Hier arbeiten Juristinnen neben IT-Fachleuten, Volkswirten und Spezialistinnen für Sicherheit und Logistik. Die Bank bildet aus und investiert in Weiterbildung. Als unabhängige Zentralbank ist sie auf Dauer angelegt, ihre Wurzeln reichen bis 1816 zurück. Über das Geldmuseum macht sie Finanzwissen für die Öffentlichkeit zugänglich, und über ihren Jubiläumsfonds vergibt sie seit Jahrzehnten Fördermittel an die wissenschaftliche Forschung in Österreich.

Wer bei Ayvens in Wien arbeitet, sorgt dafür, dass die Autos anderer Leute rollen, ohne dass diese sich um Kauf, Wartung oder Wiederverkauf kümmern müssen. Das Unternehmen least Fahrzeuge, managt ganze Firmenflotten und organisiert alles drumherum. Dahinter steht ein Konzern mit rund 14.500 Beschäftigten in 42 Ländern. In Österreich kannte man die Gesellschaft jahrelang unter dem Namen ALD Automotive. Das Geschäft ist schnell erklärt. Ein Betrieb least seine Fahrzeuge und zahlt eine monatliche Rate, meist über drei bis vier Jahre. Um den Rest kümmert sich Ayvens: Anschaffung, Wartung, Versicherung und am Ende den Wiederverkauf. Neben diesem klassischen Full-Service-Leasing gibt es kürzere, flexible Abos unter dem Namen Ayvens Flex, dazu Beratung rund um den Fuhrpark und, für die wachsende Zahl an E-Fahrzeugen, den Aufbau der passenden Ladeinfrastruktur. Auf der Kundenliste steht der große internationale Konzern ebenso wie der Selbstständige, der genau einen Transporter braucht. Den Namen Ayvens gibt es noch nicht lange. 2023 übernahm ALD Automotive den Konkurrenten LeasePlan; ein Jahr später trugen beide gemeinsam den neuen Namen. Die Wurzeln reichen weiter zurück. LeasePlan wurde 1963 in Amsterdam gegründet, ALD 1968 als Tochter der französischen Großbank Société Générale, deren Mobilitätssparte das Unternehmen bis heute ist. Diese Konzernanbindung prägt den Arbeitsplatz. Weltweit beschäftigt Ayvens rund 14.500 Menschen in 42 Ländern und verwaltet etwa 3,3 Millionen Fahrzeuge (OTS, November 2024). Für den österreichischen Standort nennt das Unternehmen keine eigene Beschäftigtenzahl. Der Sitz der Wiener Gesellschaft liegt in der Clemens-Holzmeister-Straße im 10. Bezirk, geführt wird sie von Maartje van Tongeren und Maxime Verneau. Entsprechend breit sind die Berufe unter einem Dach. Im Vertrieb beraten Mitarbeitende Firmenkunden bei der Zusammenstellung ihrer Flotte, im Fuhrparkmanagement läuft der Alltag der Fahrzeuge zusammen, und im Remarketing kümmern sich Fachleute darum, dass zurückgegebene Autos wieder einen Käufer finden. Dahinter arbeiten Kalkulation, IT und Kundenbetreuung eines Finanzunternehmens. Rund 636.000 der weltweit verwalteten Fahrzeuge fahren bereits elektrisch.

1798 schlossen sich in Graz ein paar Handlungsgehilfen zusammen, um sich gegenseitig bei Krankheit, Arbeitslosigkeit und im Alter abzusichern. Aus dieser kleinen Solidarkasse wurde die Merkur Versicherung, heute die älteste Versicherung Österreichs. Versichert wird hier vor allem eines: Gesundheit. Genau das Geschäft, mit dem damals alles begann. Die Merkur ist in Österreich auf private Krankenversicherung spezialisiert, dazu kommen Lebens- und Sachversicherung. Der Sitz liegt seit jeher in Graz, an der Conrad-von-Hötzendorf-Straße. Rund 1.370 Menschen arbeiten in Österreich für das Unternehmen, im gesamten Konzern sind es etwa 1.800 (Stand 2025). Wer hier anfängt, landet je nach Beruf in ganz verschiedenen Welten. Im Außendienst beraten Kundenberaterinnen und -berater Familien und Selbstständige zu ihrem Schutz. In der Zentrale rechnen Aktuare an den Tarifen, und IT-Teams halten die Systeme am Laufen. Auffällig für einen Versicherer ist, wie früh hier auf Gesundheit gesetzt wurde, nicht erst auf den Schadenfall: Schon 1928 eröffnete der Verein ein eigenes Krankenhaus in Graz. 1992 ging die Merkur über die Grenze. Den Anfang machte Slowenien. Heute ist die Gruppe mit Tochtergesellschaften auch in Kroatien, Serbien und Südtirol vertreten, und Aufgaben enden nicht an der Staatsgrenze. Die Eigentümerstruktur ist ungewöhnlich. Die Aktien hält eine wechselseitige Versicherungsanstalt, kein börsennotierter Konzern. Quartalsdruck von Aktionären gibt es also nicht; das Unternehmen kann langfristig planen. An der Spitze der AG steht ein vierköpfiger Vorstand. 2023 ist die Merkur 225 Jahre alt geworden und versichert noch immer das, womit 1798 alles anfing.

Bei HDI in Wien arbeitet niemand im klassischen Versicherungsaußendienst. Verkauft wird über unabhängige Makler. Die rund 341 Beschäftigten sitzen stattdessen im Innendienst, im Marketing und in der IT, der Großteil davon an der Edelsinnstraße im zwölften Wiener Bezirk. Versichert wird auf zwei recht unterschiedlichen Seiten. Für Unternehmen zählt vor allem die Technik: eine Maschine, die ausfällt, ein Transport, der beschädigt ankommt, oder die Wochen, in denen nach einem Schaden die Produktion stillsteht. Privatleute sind mit Auto, Haushalt, Eigenheim oder Rechtsschutz dabei. Gewachsen ist das Haus aus dem Industriegeschäft. Das Geschäft mit Privatkunden kam Schritt für Schritt dazu, die Kfz-Sparte 1990, Haushalt und Rechtsschutz Mitte der Neunziger. Die Wurzeln reichen weiter zurück, als der heutige Name vermuten lässt. 1875 entstand in Österreich ein Versicherungsverein der Papierindustrie, aus dem die Linie führt; in seiner heutigen Form ist HDI seit 1983 am Markt. Über dem österreichischen Geschäft steht die Talanx-Gruppe, eine der großen Versicherungsgruppen Deutschlands. Konkret heißt das: ein regional aufgestelltes Haus mit Büros in mehreren Bundesländern, das seit 2007 auch Töchter in Tschechien, der Slowakei und Ungarn führt. 2023 lag das Prämienvolumen bei rund 272 Millionen Euro, ein Plus von 7,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Weil der Vertrieb bei den Maklern liegt, sieht die Arbeit anders aus als in vielen anderen Versicherungen. In der Schadenabteilung wird entschieden, ob und wie ein Fall reguliert wird. In der Industrieversicherung kalkulieren Underwriter Risiken, die kein Standardtarif abbildet. Wer dazulernen will, findet ein internes Lernportal, externe Kurse und Coachings, die das Unternehmen bezahlt. Auch der Arbeitstag hat hier seine eigenen Regeln. 37,5 Stunden in der Woche, Gleitzeit und bis zu drei Tage Homeoffice. Unter dem Stichwort TOGETHER bündelt HDI, was die Gruppe als ihre Stärke versteht: Menschen unterschiedlicher Herkunft an einem Tisch, ohne Dresscode.

1867 taten sich Dornbirner Bürger zusammen und gründeten ihre eigene Sparkasse. Aus dem kleinen Geldinstitut von damals ist die siebtgrößte Sparkasse Österreichs geworden. Geführt wird sie nach wie vor aus Dornbirn, ihre Filialen ziehen sich durchs Vorarlberger Rheintal, eine steht in Wien. Das Geschäft ist bodenständig. Privatkundinnen und Privatkunden sparen hier, finanzieren ihr erstes Eigenheim oder legen Geld an; daneben betreut die Bank Firmenkunden vom Handwerksbetrieb bis zum größeren Industrieunternehmen im Tal. An der Spitze stehen zwei Vorstände, das Privat- und das Firmenkundengeschäft führen je eigene Bereichsleiter. Etwa 350 Menschen arbeiten an 13 Standorten; eine genauere Zahl nennt die Bank nicht. Wem die Bank gehört, lässt sich genau benennen. Die Mehrheit liegt bei der Privatstiftung Dornbirner Sparkasse, der übrige Teil bei einer Gesellschaft, hinter der die Stadt Dornbirn steht. Einen anonymen Großaktionär gibt es also nicht. Dazu kommt der Haftungsverbund der österreichischen Sparkassen rund um die Erste Group: Gerät ein Mitglied in Not, springen die anderen ein. Für die Beschäftigten bedeutet das beides zugleich, die kurzen Wege einer regionalen Bank und den Rückhalt einer großen Gruppe. Dass die Arbeit etwas taugt, lässt sich an der Außensicht ablesen. 2026 kürte das Institut für Management und Wirtschaftsforschung die Sparkasse zur Regionalbank mit der besten Servicequalität, und ihre Filialen gelten gemessen am internen Benchmark von Erste Bank und Sparkassen als die erfolgreichsten des Landes. Wer eine Banklehre beginnt, in der Kundenberatung einsteigt oder später ins Firmenkundengeschäft, ins Treasury oder ins Risikomanagement wechseln möchte, findet diese Wege unter einem Dach. Gegründet 1867, ist die Sparkasse eines der ältesten noch tätigen Geldinstitute Vorarlbergs.

Wohnen kostet Geld, und in Oberösterreich finanziert die HYPO einen guten Teil davon. Im geförderten und gemeinnützigen Wohnbau des Landes ist sie Marktführerin und begleitet seit über 130 Jahren Menschen, die bauen, kaufen oder ihr Erspartes anlegen. Gegründet 1890 vom oberösterreichischen Landtag, nahm sie 1891 als Landes-Hypothekenanstalt ihren Betrieb auf. Seit 1997 ist sie eine Aktiengesellschaft mit Sitz an der Linzer Landstraße. Im Kern ist die HYPO Oberösterreich eine Universal- und Hypothekenbank. Sie führt Konten und vergibt Kredite wie jede Hausbank, hat ihren Schwerpunkt aber im Wohnbau und in der Veranlagung. Als Pfandbriefbank refinanziert sie sich über gedeckte Anleihen und Wohnbauanleihen. Neben Privatkundinnen und -kunden betreut sie Ärztinnen und Ärzte, gemeinnützige Bauträger und die öffentliche Hand. In den Filialen beraten Mitarbeitende zu Finanzierung und Geldanlage, im Private Banking geht es um größere Vermögen, in den internen Abteilungen um Treasury, Risiko und die Abwicklung im Hintergrund. Die Bank ist überschaubar und regional verankert. Rund 425 Menschen arbeiteten zuletzt für sie (Stand 2020), verteilt auf zwölf Standorte, die meisten davon in Linz, dazu Filialen in Städten wie Wels, Steyr und Ried sowie ein Büro in Wien. Die Bilanzsumme lag Ende 2020 bei knapp 7,8 Milliarden Euro. Eigentümer sind das Land Oberösterreich mit gut der Hälfte der Anteile sowie die HYPO Holding rund um die Raiffeisenlandesbank Oberösterreich und die Oberösterreichische Versicherung. Das Land im Rücken zu haben prägt das Geschäft. Vieles dreht sich um Wohnbau, Infrastruktur und öffentliche Projekte im eigenen Bundesland. Als Arbeitgeberin tritt die HYPO selbstbewusst auf, und sie kann es belegen. Seit 2017 zeichnen das Wirtschaftsmagazin Trend und die Bewertungsplattform Kununu sie Jahr für Jahr als Top-Arbeitgeberin aus. 2007 war sie die erste Bank Oberösterreichs mit dem staatlichen Gütezeichen für familienfreundliche Betriebe. Sie bildet Lehrlinge aus und bietet neben der klassischen Führungslaufbahn auch Fachkarrieren. Wer gern vor Menschen spricht, kann das als interne Trainerin oder interner Trainer vertiefen. Der eigene Anspruch steht knapp im Leitbild: Menschlichkeit und Leistung sollen zusammengehören.
