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Rund 16 Millionen Menschen in sieben Ländern führen ihre Konten bei einer Bank der Erste Group. Etwa zehn Millionen davon nutzen George, die digitale Banking-Plattform der Gruppe. Dahinter steht ein Haus mit langer Geschichte: Gegründet wurde die Erste 1819 in Wien als Sparkasse für Menschen mit kleinem Einkommen. Wer heute hier einsteigt, arbeitet für eine der größten Bankengruppen in Mittel- und Osteuropa. Die Erste Group ist eine Universalbank. Sie führt Konten und vergibt Kredite an Privatkundinnen und Privatkunden, begleitet kleine Betriebe ebenso wie große Unternehmen, verwaltet Vermögen und ist im Wertpapiergeschäft aktiv. Ihren Sitz hat die Erste Group Bank AG am Belvedere 1 in Wien. Gearbeitet wird aber längst nicht nur dort. Mit ihren Tochterbanken ist die Gruppe in Österreich, Tschechien, der Slowakei, Ungarn, Rumänien, Kroatien und Serbien vertreten und betreibt dort rund 2.200 Filialen. In Österreich, Tschechien, der Slowakei und Rumänien zählt sie zu den Marktführern. Die rumänische Banca Comercială Română und die tschechische Česká spořitelna gehören zu den größten Banken ihrer Länder. Insgesamt beschäftigt die Gruppe über 45.000 Menschen (Stand 2023). Das macht das Arbeiten hier konkret: Eine Kundenberaterin in einer Filiale, ein Entwickler, der an der George-App baut, eine Risikomanagerin in der Zentrale, sie alle gehören zur selben Gruppe. Neben dem klassischen Bankgeschäft gibt es Fachbereiche in IT und Softwareentwicklung, im Finanz- und Risikobereich, im Private Banking und in der Vermögensverwaltung. Wer über Ländergrenzen hinweg arbeiten möchte, findet dafür ein großes Feld, denn die sieben Kernmärkte sind eng vernetzt. Die Aktie der Erste Group ist seit 1997 an der Wiener Börse notiert. Die Geschäftsfelder über alle Länder im Detail aufzuschlüsseln würde hier zu weit führen, die offiziellen Geschäftsberichte halten das vollständig fest.

Die BAWAG P.S.K. ist eine der größten und rentabelsten Banken Österreichs mit über 1,6 Millionen Privat- und Firmenkunden und einer landesweit sehr bekannten Marke. Unsere Geschäftsstrategie ist auf niedriges Risiko und hohe Effizienz ausgerichtet. Mehr als 70% unserer Kredite und Forderungen bestehen gegenüber Kunden in Österreich, während die restlichen auf westliche Industrieländer wie Deutschland, Großbritannien, Frankreich und die Vereinigten Staaten entfallen. In den letzten Jahren haben wir uns vermehrt auf unser Kerngeschäft konzentriert und uns aus Geschäftsbereichen zurückgezogen, in welchen wir über keinen oder einen geringen Wettbewerbsvorteil verfügten. Im Zuge dieses Veränderungsprozesses haben wir unsere Tochtergesellschaft für Vermögensverwaltung verkauft, den Eigenhandel eingestellt und die proaktive Entscheidung getroffen, uns aus Mittel- und Osteuropa zurückzuziehen. So haben wir unser Kreditengagement in Mittel- und Osteuropa auf mittlerweile weniger als 1% der Bilanzsumme reduziert. Wir sind stolz auf unser Kreditportfolio, welches wir mit geringem Risiko führen. Unsere Geschäftssegmente sind Retail Banking and Small Business, Corporate Lending and Investments und Treasury Services and Markets. Das Angebot leicht verständlicher, transparenter und erstklassiger Produkte und Dienstleistungen, die den Bedürfnissen unserer Kunden entsprechen, steht in allen Geschäftsbereichen im Zentrum unserer Strategie. Die Wurzeln der BAWAG P.S.K. – heute eine der führenden Banken in Österreich – reichen bis ins Jahr 1883 zurück, als unter Kaiser Franz Joseph I. das „k.k.Postsparcassen-Amt" eröffnet wurde. Die Fusion der Traditionsbanken BAWAG und P.S.K. per 1.1.2005 hat die größte Kundenbank Österreichs entstehen lassen, die neue „BAWAG P.S.K. Bank für Arbeit und Wirtschaft und Österreichische Postsparkasse AG“ ? kurz „BAWAG P.S.K.“. Die Bank steht zu 52% im Eigentum von Cerberus Capital Management LP und zu 40% im Eigentum von GoldenTree Asset Management LP.

Die Raiffeisen Bank International AG & RZB-Gruppe beschäftigt alleine im Bereich IT in Wien rund 500 MitarbeiterInnen. IT ist Ihre Disziplin? Wir bieten Ihnen ein breites Aufgabenspektrum: Entwicklung und Betreuung von Bankensoftware, technischer Support der Fachabteilungen, projektübergreifende Tätigkeit im Rahmen von IT- , Security- und Business-Projekten. Die Raiffeisen Bank International AG (RBI) ist eine vollkonsolidierte Tochter der Raiffeisen Zentralbank Österreich AG (RZB). Die RBI betrachtet Österreich und Zentral- und Osteuropa (CEE) als ihren Heimmarkt. 14 Märkte der Region werden durch Tochterbanken abgedeckt, darüber hinaus umfasst die Gruppe zahlreiche andere Finanzdienstleistungsunternehmen beispielsweise in den Bereichen Leasing, Vermögensverwaltung und Mergers and Acquisitions. Insgesamt betreuen rund 51.000 Mitarbeiter 14,2 Millionen Kunden in rund 2.600 Geschäftsstellen, der überwiegende Teil davon in CEE. Unsere Firmenkultur gewährleistet, dass für unser geschäftliches und ethisches Verhalten höchste Standards eingehalten werden, die auf den folgenden Wertvorstellungen basieren: Kundenorientierung Professionalität Qualität Gegenseitiger Respekt Initiative Teamwork Integrität Eigenschaften, die BewerberInnen mitbringen sollten: * Analytisches Denken * Selbständige und strukturierte Arbeitsweise * Fachliches Interesse * Freude an der Arbeit im Team Aufnahmeverfahren: Interview mit Fachabteilung und Human Resources Joblink: https://jobs.rbinternational.com/

Über 550 Menschen arbeiten bei der Hypo Tirol Bank, verteilt auf 19 Geschäftsstellen im Land und eine Niederlassung in Wien. Das Haus gehört zu hundert Prozent dem Land Tirol und vergibt seit 1901 Kredite in der Region. Gegründet wurde es, um Tiroler Bäuerinnen und Bauern in einer wirtschaftlich harten Zeit wieder auf die Beine zu helfen. Heute ist daraus eine Universalbank geworden. Wer ein Konto eröffnet, einen Wohnkredit aufnimmt oder sein Vermögen anlegt, wird hier ebenso betreut wie ein Tiroler Handwerksbetrieb, der eine neue Halle finanziert, oder eine Gemeinde, die in Infrastruktur investiert. Privatkunden gehören dazu, kleine und mittlere Unternehmen, Gründerinnen und Freiberufler und die öffentliche Hand. Die Bilanzsumme lag Ende 2024 bei rund acht Milliarden Euro. Dass mit dem Land Tirol ein alleiniger Eigentümer hinter der Bank steht, gibt dem Arbeitsplatz eine spürbare Beständigkeit; am Bozner Platz in Innsbruck wird seit den 1920er-Jahren Bankgeschäft betrieben. Die Arbeitsfelder reichen weit über den Schalter hinaus. In den Geschäftsstellen in Innsbruck, Kitzbühel oder Landeck beraten Kundenbetreuerinnen, in der Zentrale halten IT-Fachleute den laufenden Betrieb am Laufen, Juristinnen kümmern sich um Personalfragen, Treasury-Spezialisten um die Refinanzierung. Einsteigen lässt sich über eine Lehre, ein Traineeprogramm quer durch die Abteilungen oder die hauseigene Hypo Tirol Akademie zur Weiterbildung. Als Lehrbetrieb ist die Bank vom Land Tirol ausgezeichnet, auf kununu trägt sie das Siegel Top Company 2026.

In Eisenstadt laufen die Fäden der burgenländischen Raiffeisen-Welt zusammen. Hier sitzt die Raiffeisenlandesbank Burgenland, Zentrale für zwölf eigenständige Raiffeisenbanken im Land und zugleich selbst eine Bank mit eigenen Schaltern. Rund 280 Menschen arbeiten in dem Haus, in der Beratung am Schalter ebenso wie in IT, Treasury oder Recht. Die Landesbank ist Bank, Prüfverband und Dienstleister in einem. Den selbstständigen Raiffeisenbanken im Burgenland nimmt sie vieles ab, das eine einzelne Ortsbank kaum stemmen könnte: die gesetzliche Revision, das Marketing, die IT, die Steuerung der Kreditrisiken, bis hinunter zur Personalverwaltung. Daneben betreibt sie eigene Bankstellen in den Bezirken rund um Eisenstadt sowie in Mattersburg und Neusiedl. Dort sitzen Privatkunden im Beratungsgespräch, und dort kommen Firmen vorbei, die eine Investition finanzieren wollen. Die Wurzeln reichen weit zurück. 1928 entstand in Sauerbrunn ein Landesverband der landwirtschaftlichen Genossenschaften, der Vorläufer des heutigen Hauses. Geblieben ist die genossenschaftliche Form. Geblieben ist auch die Verankerung im Land: Gemeinsam mit den Mitgliedsbanken bildet die Landesbank die größte Bankengruppe des Burgenlandes. Wirtschaftlich steht das Haus auf festem Grund. 2024 wuchs die Bilanzsumme auf 4,68 Milliarden Euro, der Jahresüberschuss lag bei 6,7 Millionen, das Eigenkapital von rund 440 Millionen Euro übertrifft die aufsichtsrechtlichen Vorgaben deutlich. Die Aufgaben reichen weit über den Bankschalter hinaus. In der Firmenkundenberatung begleitet man Unternehmen durch ihre Investitionen, im Treasury steuern Spezialistinnen und Spezialisten das Eigengeschäft der Bank, und weil die Landesbank ihre zwölf Mitgliedsinstitute mitversorgt, arbeiten hier auch Juristen, IT-Leute und Revisoren. Stillstand ist nicht das Thema. 2024 steckte die Bank 2,9 Millionen Euro in ihr Filialnetz und eröffnete neue Standorte in Bad Sauerbrunn und Wulkaprodersdorf. Geführt wird das Haus von einem vierköpfigen Vorstand, und die Nachfolge an der Spitze ist bereits entschieden: Anfang 2027 übernimmt Eva Fugger als Generaldirektorin von Rudolf Könighofer. Dass die fachliche Ausbildung der Beschäftigten in der eigenen Bilanz ausdrücklich als Erfolgsfaktor genannt wird, sagt einiges über den Stellenwert, den Qualifikation hier hat. Bei den eigenen Kunden kommt die Arbeit an. 2025 erhielt das Haus den FMVÖ-Recommender-Award für Kundenorientierung unter den Regionalbanken.

Mehr als 18 Millionen Menschen verlassen sich auf den Versicherungsschutz von UNIQA. In Österreich ist das Unternehmen mit rund 21 Prozent Marktanteil die zweitgrößte Versicherungsgruppe. Die Wurzeln reichen bis 1811 zurück, als in Salzburg die erste der Vorgängergesellschaften gegründet wurde. Heute sitzt die Konzernzentrale in Wien, an der Donau gleich gegenüber der Innenstadt. Versichern heißt bei UNIQA vor allem Gesundheit, Vorsorge und der Schutz vor Schäden. Eine Familie sichert ihr Eigenheim ab, ein Betrieb seine Anlagen, jemand spart über eine Lebensversicherung für später. Hinter diesen Polizzen steht ein Konzern von rund 40 Gesellschaften in 14 Ländern, elf davon in Zentral- und Osteuropa. In Märkte wie Tschechien, Polen, Rumänien oder die Ukraine ist UNIQA über Jahre hineingewachsen, häufig durch Zukäufe. Der größte Einzelmarkt bleibt aber Österreich, wo allein 3,7 Millionen Kundinnen und Kunden betreut werden. Die Aktie der Gruppe notiert an der Wiener Börse und ist Teil des Leitindex ATX. Für die Gruppe arbeiten mehr als 21.000 Mitarbeitende und exklusive Vertriebspartner. Diese Zahl umfasst angestellte Beschäftigte und den Außendienst gemeinsam; eine reine Stammbelegschaft weist UNIQA in der Konzernübersicht nicht gesondert aus. Die Bandbreite an Berufen ist entsprechend groß. Aktuarinnen rechnen Risiken und Tarife durch, im Schadenmanagement werden Fälle geprüft und reguliert, in der IT laufen die Systeme, über die Millionen Verträge verwaltet werden. Dazu kommen Underwriting, Asset Management, Recht und der Vertrieb, der im Außendienst direkt bei den Kundinnen und Kunden sitzt. Wer im Beratungsgeschäft anfängt, kann die hauseigene Ausbildung bis zum BÖV-Zertifikat des österreichischen Versicherungsverbands durchlaufen. Reguliert wird das Geschäft von der österreichischen Finanzmarktaufsicht. Eine Versicherung mit über zweihundert Jahren Geschichte, börsennotiert und in einem ganzen Länderbogen tätig, bietet Tätigkeitsfelder vom Rechenmodell über die IT-Plattform bis zum Gespräch am Küchentisch.

Wer am Finanzplatz Luxemburg in der Vermögensverwaltung arbeiten wollte, kam an dieser Adresse lange kaum vorbei. Credit Suisse (Luxembourg) S.A. betreute auf dem Kirchberg das Private Banking und die Fondsadministration der Schweizer Großbank. Heute gehört dieses Geschäft zur UBS. Eine eigenständige Credit Suisse gibt es in Luxemburg nicht mehr. Das Kerngeschäft drehte sich um Vermögen. Wohlhabende Privatkundinnen und -kunden aus vielen Ländern ließen hier ihr Geld anlegen und verwalten, dazu kam die Administration von Investmentfonds. Luxemburg ist für solche Arbeit ein naheliegender Ort. Das Land zählt zu den größten Fondsstandorten der Welt, und genau dorthin brachte die Credit Suisse ihre über 160 Jahre alte Schweizer Bankgeschichte. 2023 geriet die Credit Suisse in der Schweiz in eine schwere Krise und wurde von der UBS übernommen. Das hat auch die Luxemburger Tochter eingeholt. Im Oktober 2024 ging sie in der UBS Europe SE auf, Anfang Dezember strich das Luxemburger Handelsregister den Eintrag. Was blieb, sind die Leute, die Mandate und die Büros. Für eine Bewerbung heißt das vor allem eines: Auf dem Vertrag steht jetzt UBS. Neu ist die Bank im Land nicht, sie ist seit 1973 in Luxemburg tätig. Die zusammengeführten Teams arbeiten inzwischen in zwei Gebäuden auf dem Kirchberg. Dahinter steht einer der größten Vermögensverwalter der Welt. Gebraucht werden Beraterinnen und Berater für die Kundschaft ebenso wie Fachleute, die im Hintergrund die Fonds abwickeln, die IT betreiben oder über Recht und Risiken wachen. Zwei Punkte bleiben offen. Wie viele Menschen heute am Standort arbeiten, weist die Bank nicht gesondert aus, und das ursprüngliche Gründungsjahr der Luxemburger Gesellschaft lässt sich öffentlich nicht zweifelsfrei belegen.

Am 15. Mai 1825 nahm in Graz eine Sparkasse den Betrieb auf, gegründet mit einer Spende von 100 Gulden für arme, aber tüchtige Kinder. Es ist das älteste Kreditinstitut der Steiermark. Zweihundert Jahre später führt dasselbe Haus eine Bilanzsumme von 23,8 Milliarden Euro. 2.981 Menschen arbeiten an 232 Standorten in Österreich und Südosteuropa für die Steiermärkische Sparkasse, über eine Million Kundinnen und Kunden vertrauen ihr ihr Geld an. Das Geschäft deckt die ganze Breite des Bankwesens ab. Im Filialnetz geht es um Gehaltskonten, Sparbücher und den Kredit fürs erste Eigenheim. Ein paar Stockwerke weiter betreuen Kommerzkundenberaterinnen steirische Betriebe, die nach Kroatien oder Serbien liefern, und im Private Banking verwalten Anlageberater Wertpapierdepots, die konzernweit auf 5,7 Milliarden Euro angewachsen sind. Auch Großkunden, institutionelle Anleger und die öffentliche Hand stehen auf der Kundenliste. Südosteuropa ist das zweite Standbein. Die Bank ist in sechs Ländern der Region vertreten, von Slowenien und Kroatien bis Nordmazedonien, und 2025 stammten rund 38 Prozent des Konzernergebnisses aus diesen Töchtern. Wer in Graz im Kommerzgeschäft oder im Risikomanagement sitzt, arbeitet deshalb regelmäßig über Staatsgrenzen hinweg. Beaufsichtigt wird das Haus von der Europäischen Zentralbank und der Finanzmarktaufsicht. Die Eigentümerstruktur sagt einiges über den Charakter des Hauses. Rund 73,8 Prozent hält die Steiermärkische Verwaltungssparkasse, die ihre Dividenden in gemeinnützige Projekte weitergibt. 25 Prozent und eine Aktie liegen seit dem Jahr 2000 bei der Erste Bank Österreich, gut ein Prozent bei der eigenen Belegschaft. Die Bank gehört also überwiegend sich selbst und ist zugleich Teil der österreichischen Sparkassengruppe. 2025 verdiente der Konzern 436 Millionen Euro nach Steuern, das Eigenkapital erreichte 3,9 Milliarden. Einstiegswege gibt es mehrere. Die Karriereseite spricht Schülerinnen und Studierende ebenso an wie Absolventen, Berufserfahrene und Quer- oder Wiedereinsteigerinnen; gefragt sind Freude am Umgang mit Menschen und Lernbereitschaft, ein fertiger Banklehrgang ist keine Bedingung. Zu Gehalt und einzelnen Benefits macht die Seite allerdings keine detaillierten Angaben, das klärt sich im Bewerbungsgespräch. Das gesellschaftliche Engagement ist keine Erfindung der letzten Jahre. 1899 finanzierte die Sparkasse den Bau der Grazer Oper, um die Jahrhundertwende kaufte sie Augarten und Leechwald, damit die Flächen Grünraum blieben. Heute fließen die Dividenden der Verwaltungssparkasse in soziale Projekte und Finanzbildung. 23 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben eine Ausbildung zur Hospizbegleitung absolviert, sieben von ihnen sind ehrenamtlich im Einsatz.

Am 12. Februar 1822 nahm im Innsbrucker Stadtturm eine Sparkasse ihren Betrieb auf. Geldgeber waren der Landesgouverneur, der Innsbrucker Bürgermeister und das Stift Wilten, die einen Garantiefonds zusammenlegten, damit auch kleine Leute etwas zurücklegen konnten. Zwei Jahrhunderte später sitzt dieselbe Bank am Sparkassenplatz und betreut mehr als 150.000 Kundinnen und Kunden in und um Innsbruck. Im Kern ist die Tiroler Sparkasse eine Regionalbank. Privatleute führen hier ihr Konto, legen Geld an, finanzieren die erste Wohnung oder sorgen für die Pension vor. Tiroler Betriebe holen sich Kredite, mal für eine neue Maschine, mal für ein Betriebsgebäude. Dazu kommt das Sparbuch, dem das Haus seinen Namen verdankt, und für alle, die nicht in die Filiale kommen wollen, Beratung per Video und Chat. Das Filialnetz ist überschaubar und doch dicht: neben der Zentrale rund 25 Standorte in der Stadt und im Umland, dazu etwa ebenso viele Bankomat- und SB-Stellen. Ende 2021 arbeiteten samt Töchtern und Verbundpartnern rund 400 Menschen für die Bank. In den Filialen sitzen Beraterinnen und Berater, die einer jungen Familie den ersten Wohnkredit durchrechnen oder mit einer Unternehmerin über eine Finanzierung sprechen. In der Zentrale arbeitet, wen man als Kunde nie zu Gesicht bekommt: Leute im Risikomanagement, in der IT, in der Verwaltung. Allein steht die Tiroler Sparkasse dabei nicht. Knapp drei Viertel der Anteile hält die Erste Bank der österreichischen Sparkassen, den Rest eine Tiroler Privatstiftung. Damit gehört das Haus zur Sparkassengruppe und zur Erste Group, einem der größten Bankhäuser in Mittel- und Osteuropa. Für Beschäftigte bringt das zwei Dinge zusammen: einen Arbeitgeber mit kurzen Wegen in Innsbruck und im Rücken einen großen Verbund mit eigenen Ausbildungs- und Aufstiegswegen. Ein Teil des Gewinns geht laut Satzung seit jeher an gemeinnützige Zwecke in der Region. Daran hat sich in über 200 Jahren wenig geändert.

1867 taten sich Dornbirner Bürger zusammen und gründeten ihre eigene Sparkasse. Aus dem kleinen Geldinstitut von damals ist die siebtgrößte Sparkasse Österreichs geworden. Geführt wird sie nach wie vor aus Dornbirn, ihre Filialen ziehen sich durchs Vorarlberger Rheintal, eine steht in Wien. Das Geschäft ist bodenständig. Privatkundinnen und Privatkunden sparen hier, finanzieren ihr erstes Eigenheim oder legen Geld an; daneben betreut die Bank Firmenkunden vom Handwerksbetrieb bis zum größeren Industrieunternehmen im Tal. An der Spitze stehen zwei Vorstände, das Privat- und das Firmenkundengeschäft führen je eigene Bereichsleiter. Etwa 350 Menschen arbeiten an 13 Standorten; eine genauere Zahl nennt die Bank nicht. Wem die Bank gehört, lässt sich genau benennen. Die Mehrheit liegt bei der Privatstiftung Dornbirner Sparkasse, der übrige Teil bei einer Gesellschaft, hinter der die Stadt Dornbirn steht. Einen anonymen Großaktionär gibt es also nicht. Dazu kommt der Haftungsverbund der österreichischen Sparkassen rund um die Erste Group: Gerät ein Mitglied in Not, springen die anderen ein. Für die Beschäftigten bedeutet das beides zugleich, die kurzen Wege einer regionalen Bank und den Rückhalt einer großen Gruppe. Dass die Arbeit etwas taugt, lässt sich an der Außensicht ablesen. 2026 kürte das Institut für Management und Wirtschaftsforschung die Sparkasse zur Regionalbank mit der besten Servicequalität, und ihre Filialen gelten gemessen am internen Benchmark von Erste Bank und Sparkassen als die erfolgreichsten des Landes. Wer eine Banklehre beginnt, in der Kundenberatung einsteigt oder später ins Firmenkundengeschäft, ins Treasury oder ins Risikomanagement wechseln möchte, findet diese Wege unter einem Dach. Gegründet 1867, ist die Sparkasse eines der ältesten noch tätigen Geldinstitute Vorarlbergs.

Vier neue Filialen hat die Sparkasse Oberösterreich 2025 eröffnet, unter anderem in Sattledt und im Linzer High-Five-Tower. Sieben weitere sind für 2026 geplant. Damit kommt das Haus auf 115 Standorte in Oberösterreich und im westlichen Mostviertel. Rund 440.000 Kundinnen und Kunden betreut die Bank, nach eigenen Angaben mehr als jede andere Regionalbank des Bundeslandes. Das Geschäft ist das einer Universalbank. In den Filialen geht es um Gehaltskonto, Sparbuch und den Kredit fürs Eigenheim, in der Firmenkundenbetreuung um Investitionen: Deren Volumen stieg 2025 um acht Prozent auf 4,3 Milliarden Euro, das Neugeschäft im privaten Wohnbau zog um 85,4 Prozent an. Ein eigenes Team betreut Bäuerinnen und Bauern und schloss im selben Jahr 130 Finanzierungen über zusammen 40 Millionen Euro ab. Die Bilanzsumme lag Ende 2025 bei 15,8 Milliarden Euro, die Kernkapitalquote bei 19,6 Prozent. Gegründet wurde die Sparkasse 1849 in der Linzer Innenstadt, ursprünglich als Einrichtung gegen Armut. Der Sitz liegt bis heute an der Promenade. Heute ist sie eine Aktiengesellschaft und firmiert seit Juli 2023 als Sparkasse Oberösterreich Bank AG; der frühere Name Allgemeine Sparkasse Oberösterreich Bankaktiengesellschaft steht für dieselbe Gesellschaft. Seit Juni 2024 liegt sie wieder überwiegend in oberösterreichischer Hand: Gut 85 Prozent hält die Anteilsverwaltung, zehn Prozent die Erste Bank, 3,15 Prozent eine Stiftung der eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Über die Sparkassengruppe gehört die Bank zu einem Verbund, der weit über Österreich hinausreicht. Beaufsichtigt wird sie von der Europäischen Zentralbank und der Finanzmarktaufsicht. Rund 1.660 Menschen arbeiten für die Bank. Die meisten von ihnen in den Filialen. Andere analysieren Kreditrisiken, arbeiten im Controlling oder entwickeln in der IT das digitale Banking weiter. An der Spitze steht Stefanie Christina Huber als Generaldirektorin, gemeinsam mit den Vorstandsdirektoren Manuel Molnar und Martin Punzenberger. Eine tagesaktuelle Beschäftigtenzahl veröffentlicht das Haus nicht selbst; die Angabe stammt aus dem Firmenverzeichnis der Wirtschaftskammer. Im trend-Ranking der besten Arbeitgeber 2025, das auf Urteilen von Beschäftigten beruht, sieht sich die Bank nach eigenen Angaben auf Platz eins unter den oberösterreichischen Banken und auf Platz drei österreichweit in der Kategorie Banken und Finanzdienstleistungen. Der Einstieg beginnt oft direkt nach der Pflichtschule. Die Lehre zum Bankkaufmann oder zur Bankkauffrau dauert drei Jahre und führt durch alle Bereiche einer Filiale, auf Wunsch mit Schwerpunkt Digitalisierung. Wer will, hängt die Matura an und bekommt dafür fünf zusätzliche bezahlte Lerntage im Jahr. Jedem Lehrling wird ein Buddy zur Seite gestellt. Laptop und iPhone gibt es dazu, beides auch zur privaten Nutzung.

Am Hohen Markt in Wien sammelt sich jeden Mittag eine kleine Menschentraube. Über die denkmalgeschützte Ankeruhr, ein Jugendstilwerk aus dem Jahr 1914, zieht dann eine Reihe historischer Figuren vorbei. Erbaut hat das Wahrzeichen die frühere Anker-Versicherung, aus der die heutige Helvetia Versicherungen AG hervorgegangen ist. Das Unternehmen sitzt bis heute im selben Haus, Hoher Markt 10–11. Gegründet wurde das Haus am 2. Dezember 1858 als „Der Anker, Gesellschaft für Lebens- und Rentenversicherung". Damit gehört Helvetia zu den ältesten Versicherern Österreichs. Den Namen Helvetia trägt das Unternehmen seit 2006; dahinter steht die schweizerische Helvetia Gruppe aus St. Gallen, mit der die Verbindung bis in die 1960er-Jahre zurückreicht. Was hier versichert wird, betrifft fast jeden Lebensbereich. Helvetia ist im Lebens- und Vorsorgegeschäft ebenso tätig wie in der Schaden- und Unfallversicherung: Das reicht von der Pensionsvorsorge über die Haushalts- und Kfz-Versicherung bis zur Absicherung ganzer Betriebe. Über 630.000 Kundinnen und Kunden in Österreich vertrauen dem Unternehmen ihre Risiken an. Betreut werden sie von mehr als 950 Mitarbeitenden an österreichweit 39 Standorten. Entsprechend breit ist die Palette der Berufe. Im Außendienst beraten Kundenbetreuerinnen und -betreuer in den Regionen zu Vorsorge und Schadenschutz, in der Generaldirektion am Hohen Markt kalkulieren Aktuare die Tarife, prüfen Underwriter die Risiken und bearbeiten Spezialistinnen die Schadenfälle. Dazu kommen Bereiche wie IT, Recht, Finanzen und Kundenservice. Auf Aus- und Weiterbildung legt das Unternehmen erkennbaren Wert: Mitarbeitende werden bei der Auswahl passender Seminare unterstützt und über ein eigenes Weiterbildungsprogramm begleitet. Seit dem 5. Dezember 2025 gehört Helvetia zur Helvetia Baloise Gruppe, dem Zusammenschluss der beiden Schweizer Versicherer Helvetia und Baloise. In der Schweiz ist daraus der größte Allbranchenversicherer geworden. Die Gruppe beschäftigt rund 22.000 Menschen in acht europäischen Märkten und betreut etwa 13 Millionen Kundinnen und Kunden. Für die österreichische Gesellschaft heißt das: ein finanzstarker Konzern im Rücken, die Arbeit aber weiterhin dort, wo schon 1914 die Ankeruhr aufgezogen wurde.

Wer in Österreich ein größeres Vermögen anlegen will, stößt schnell auf eine Adresse am Wiener Schwarzenbergplatz. Dort betreut Bank Gutmann das Geld von Unternehmerfamilien, Stiftungen und vermögenden Privatpersonen, und das seit über hundert Jahren. Rund 30 Milliarden Euro liegen heute in der Verwaltung des Hauses. Im Kern macht Gutmann eine Sache: Es legt das Geld seiner Kunden an und berät sie dabei. Das klingt schlicht, verlangt aber viele Hände. Portfoliomanager verfolgen Tag für Tag die Märkte und entscheiden, wohin das Vermögen fließt. Anlageberaterinnen setzen sich mit den Kunden zusammen und machen daraus konkrete Empfehlungen. Im Hintergrund sorgen Fachleute für Recht und Compliance, für IT und für die Wertpapierabwicklung für den reibungslosen Ablauf, und ein eigenes Family-Office-Team begleitet große Vermögen über Generationen hinweg. Eine Tochtergesellschaft legt rund 130 Investmentfonds auf. Die Kundschaft reicht von Unternehmerfamilien über Stiftungen bis zu institutionellen Anlegern. Anders als viele Banken gehört Gutmann keinem großen Konzern. Die Mehrheit liegt bei der Familie Kahane, ein weiterer Teil bei den eigenen Leuten. 25 leitende Beschäftigte sind als Partner am Haus beteiligt. Das verändert die Perspektive. Wer Verantwortung übernimmt, kann am Ende mitbesitzen, und über die Strategie wird in Wien entschieden. Der Hauptsitz liegt am Schwarzenbergplatz, mitten im ersten Wiener Bezirk. Weitere Büros gibt es in Linz und Salzburg, dazu zwei im Ausland, in Budapest und Prag. Groß ist das Haus nicht: Rund 280 Menschen arbeiten hier, verwaltet werden etwa 30 Milliarden Euro. Dahinter steht eine lange Geschichte. Die Bank besteht seit 1922 und hat in dieser Zeit Kriege, Währungsreformen und mehrere Finanzkrisen überstanden, ohne ihr Geschäft zu wechseln. Entsprechend gemischt sind die Berufe. Neben Bankkaufleuten und Beraterinnen arbeiten hier Juristen, IT-Leute und Fachkräfte für die Wertpapierabwicklung; auch Berufseinsteiger finden über diesen Bereich einen Weg ins Haus. Beaufsichtigt wird Gutmann wie jede österreichische Bank von der Finanzmarktaufsicht.

Mehr als 1,25 Millionen Kundinnen und Kunden vertrauen ihr Geld der Raiffeisenlandesbank Niederösterreich-Wien an. Vom ersten Sparbuch bis zur Finanzierung eines mittelständischen Betriebs läuft vieles über das Haus am Friedrich-Wilhelm-Raiffeisen-Platz im 2. Wiener Gemeindebezirk. Es ist eine Universalbank und zugleich das Spitzeninstitut der niederösterreichischen Raiffeisenbanken. Privatkundinnen, kleine Betriebe und große Firmen werden im selben Haus betreut. In mehr als 20 Filialen und Standorten in Wien geht es um Konten, Kredite und Veranlagung. Hinter dem Schalter wird das Geschäft schnell spezieller. Wer ein Unternehmen finanziert, sitzt mit Firmenkundenbetreuern am Tisch. Im Treasury dreht sich alles um Wertpapiere und darum, dass jederzeit genug Geld flüssig ist. Und ohne die eigene IT stünde der Zahlungsverkehr still. Rund 1.200 Menschen arbeiten in Wien für die Bank, die Bilanzsumme lag Ende 2025 bei etwa 35,5 Milliarden Euro. Für Bewerberinnen und Bewerber öffnet das viele Türen. Neben der klassischen Beratung gibt es Plätze im Risikomanagement, in Recht und Compliance oder in der IT. Aus- und Weiterbildung gehören bei einer Bank dieser Größe dazu. Wie viele Stellen jährlich neu besetzt werden, macht das Haus allerdings nicht öffentlich. Die Wurzeln reichen weit zurück. Erste Raiffeisenkassen entstanden in Niederösterreich schon im 19. Jahrhundert, ihre heutige Form als Aktiengesellschaft hat die Raiffeisenlandesbank seit 2001. Sie gehört zur Raiffeisen-Holding Niederösterreich-Wien, und über diese Holding hängt die Bank an einem Stück österreichischer Wirtschaft, das man kennt: am Baukonzern STRABAG, am Zuckerkonzern AGRANA, an der Molkerei NÖM.

1798 schlossen sich in Graz ein paar Handlungsgehilfen zusammen, um sich gegenseitig bei Krankheit, Arbeitslosigkeit und im Alter abzusichern. Aus dieser kleinen Solidarkasse wurde die Merkur Versicherung, heute die älteste Versicherung Österreichs. Versichert wird hier vor allem eines: Gesundheit. Genau das Geschäft, mit dem damals alles begann. Die Merkur ist in Österreich auf private Krankenversicherung spezialisiert, dazu kommen Lebens- und Sachversicherung. Der Sitz liegt seit jeher in Graz, an der Conrad-von-Hötzendorf-Straße. Rund 1.370 Menschen arbeiten in Österreich für das Unternehmen, im gesamten Konzern sind es etwa 1.800 (Stand 2025). Wer hier anfängt, landet je nach Beruf in ganz verschiedenen Welten. Im Außendienst beraten Kundenberaterinnen und -berater Familien und Selbstständige zu ihrem Schutz. In der Zentrale rechnen Aktuare an den Tarifen, und IT-Teams halten die Systeme am Laufen. Auffällig für einen Versicherer ist, wie früh hier auf Gesundheit gesetzt wurde, nicht erst auf den Schadenfall: Schon 1928 eröffnete der Verein ein eigenes Krankenhaus in Graz. 1992 ging die Merkur über die Grenze. Den Anfang machte Slowenien. Heute ist die Gruppe mit Tochtergesellschaften auch in Kroatien, Serbien und Südtirol vertreten, und Aufgaben enden nicht an der Staatsgrenze. Die Eigentümerstruktur ist ungewöhnlich. Die Aktien hält eine wechselseitige Versicherungsanstalt, kein börsennotierter Konzern. Quartalsdruck von Aktionären gibt es also nicht; das Unternehmen kann langfristig planen. An der Spitze der AG steht ein vierköpfiger Vorstand. 2023 ist die Merkur 225 Jahre alt geworden und versichert noch immer das, womit 1798 alles anfing.

HYPO NOE Leasing finanziert, was die öffentliche Hand baut. Ein Uni-Campus, ein Krankenhaus, ein neues Bildungszentrum: Hinter solchen Vorhaben in Niederösterreich steht oft ein Leasingmodell dieses Unternehmens aus St. Pölten. Es ist Marktführerin beim Immobilienleasing für die öffentliche Hand und trägt eine Bilanzsumme von rund 2,7 Milliarden Euro. Auftraggeber sind Bund, Länder und Gemeinden. Das Kerngeschäft klingt komplizierter, als es ist. Statt einen Neubau selbst zu kaufen, least ihn die öffentliche Hand über viele Jahre; HYPO NOE Leasing errichtet oder finanziert das Gebäude und bleibt bis zum Vertragsende im Boot. Eine Spezialität sind sogenannte Maastricht-schonende Finanzierungsstrukturen, die es Ländern und dem Bund erlauben, große Investitionen zu stemmen, ohne die Haushaltsregeln zu sprengen. Dazu kommen Modelle für Public-Private-Partnership und das Leasing von Ausstattung, etwa medizintechnischer Geräte für Kliniken. Die Projekte sind groß. Ein Klinikneubau kann mehrere Hundert Millionen Euro kosten, der Ausbau eines Uni-Campus rund hundert. Wer hier arbeitet, betreut also keine Kleinkredite, sondern langlaufende Bauvorhaben mit öffentlichen Auftraggebern, österreichischen Baufirmen und Facility-Managern. Gefragt sind Fachleute für strukturierte Finanzierung, Vertrags- und Bilanzrecht, Projektsteuerung und Rechnungswesen. Rückhalt gibt die Gruppe. HYPO NOE Leasing gehört zur HYPO NOE Landesbank für Niederösterreich und Wien, einer der ältesten Regionalbanken des Landes, 1888 gegründet und zu 100 Prozent im Eigentum des Landes Niederösterreich. Die Bankgruppe beschäftigt rund 812 Menschen und betreut mehr als 80.000 Kundinnen und Kunden an 27 Standorten in Niederösterreich und Wien. Diese Eigentümerstruktur bringt eine Verlässlichkeit mit, die im Geschäft mit der öffentlichen Hand zählt. Wie viele Personen direkt bei der Leasing-Tochter arbeiten, ist öffentlich nicht ausgewiesen. Geführt wird das Unternehmen von der Hypogasse in St. Pölten aus, wo auch die Muttergesellschaft ihren Sitz hat.

64 selbstständige Raiffeisenbanken mit zusammen rund 344 Filialen prägen das Bankgeschäft in Oberösterreich. Ihr gemeinsames Spitzeninstitut steht am Europaplatz in Linz: die Raiffeisenlandesbank Oberösterreich AG. Sie übernimmt dort die Geschäfte, die für eine einzelne Regionalbank zu groß sind, vom Firmenkundengeschäft bis zur Beteiligung an Industrieunternehmen. Wer hier arbeitet, sitzt an einer der zentralen Schaltstellen der österreichischen Raiffeisen-Gruppe. Das Tagesgeschäft reicht weit über den Bankschalter hinaus. Privatkunden führen hier ihr Konto, oberösterreichische Betriebe finanzieren ihre Investitionen, und große Unternehmen holen sich Kapital für den nächsten Schritt. Daneben verwaltet die Bank ein umfangreiches Beteiligungsportfolio. Sie ist Kernaktionärin des Linzer Stahlkonzerns voestalpine und hält Anteile an der Raiffeisen Bank International sowie an der tschechischen Raiffeisenbank a.s. Allein diese drei Beteiligungen trugen 2025 jeweils über 90 Millionen Euro zum Konzernergebnis bei. Die Zahlen zeigen die Größenordnung. Die Konzernbilanzsumme lag Ende 2025 bei 48,7 Milliarden Euro, der Jahresüberschuss vor Steuern bei 748,3 Millionen Euro. Rund 7.800 Menschen arbeiten im Konzern, der 154 vollkonsolidierte Gesellschaften umfasst. Beraten wird dabei nicht nur in Österreich. Neben Linz, Salzburg und Wien ist die Bank an neun Standorten in Deutschland und in Prag vertreten. Entsprechend breit sind die Tätigkeitsfelder. In der Kundenberatung begleiten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Privat- und Firmenkunden durch ihre Finanzierungen, im Beteiligungsmanagement analysieren Spezialisten Industrie- und Bankbeteiligungen, dazu kommen Aufgaben in Risikomanagement, IT und Treasury. Die Bank geht auf das Genossenschaftsmodell Friedrich Wilhelm Raiffeisens zurück und arbeitet nach dessen Grundsätzen von Solidarität und Subsidiarität. Als Spitzeninstitut der oberösterreichischen Raiffeisenbanken verbindet sie regionale Verankerung mit internationaler Reichweite. Geführt wird die Aktiengesellschaft seit Mai 2025 von Generaldirektor Reinhard Schwendtbauer.

Eine Zahnzusatzversicherung, der Rechtsschutz fürs Auto, die Lebensversicherung fürs Alter: Mit Policen wie diesen beschäftigen sich rund 896 Menschen, die in Österreich für ERGO arbeiten. Verteilt sind sie auf 31 Standorte in sieben Bundesländern. Über dem heimischen Geschäft steht ein internationaler Konzern. ERGO Austria International AG ist die österreichische Holding über dem operativen Versicherungsgeschäft, das unter dem Namen ERGO Versicherung AG läuft. Beide gehören zur deutschen ERGO Group, die in mehr als 20 Ländern tätig ist und rund 37.000 Menschen beschäftigt, und damit zu Munich Re, einem der weltweit größten Rückversicherer. Für Bewerberinnen und Bewerber bedeutet diese Konstruktion einen lokalen Arbeitgeber mit dem Rückhalt einer großen Gruppe. Das Angebot in Österreich ist breit. Wer Auto, Haushalt oder die eigene Gesundheit absichern will, findet hier eine Police; ebenso versichern Betriebe Gebäude, Fuhrparks oder ihre Rechtsfälle. 2025 nahm ERGO in Österreich rund 746 Millionen Euro an Prämien ein. Die Wurzeln im Land reichen weiter zurück, als das Gründungsjahr der Holding vermuten lässt: 2007 in Wien gegründet, vereint die Gruppe ältere Häuser unter ihrem Dach, darunter die D.A.S., die 1956 als erste Rechtsschutzversicherung Österreichs entstand. Die Aufgaben verteilen sich über sehr unterschiedliche Felder. Aktuare und Mathematiker kalkulieren Tarife, im Kundenservice laufen die Schadensmeldungen ein, Juristinnen entscheiden über Rechtsschutzfälle, und ein eigener IT-Bereich hält die Systeme am Laufen. Dazu kommen Vertrieb und Marketing, Finanzen und Risikomanagement. Geführt wird das Unternehmen seit 2019 von Philipp Wassenberg; der Vorstand zählt sechs Köpfe.

