Friedrich Wilhelm Raiffeisen-Straße 1
7000 Eisenstadt
Österreich

In Eisenstadt laufen die Fäden der burgenländischen Raiffeisen-Welt zusammen. Hier sitzt die Raiffeisenlandesbank Burgenland, Zentrale für zwölf eigenständige Raiffeisenbanken im Land und zugleich selbst eine Bank mit eigenen Schaltern. Rund 280 Menschen arbeiten in dem Haus, in der Beratung am Schalter ebenso wie in IT, Treasury oder Recht.
Die Landesbank ist Bank, Prüfverband und Dienstleister in einem. Den selbstständigen Raiffeisenbanken im Burgenland nimmt sie vieles ab, das eine einzelne Ortsbank kaum stemmen könnte: die gesetzliche Revision, das Marketing, die IT, die Steuerung der Kreditrisiken, bis hinunter zur Personalverwaltung. Daneben betreibt sie eigene Bankstellen in den Bezirken rund um Eisenstadt sowie in Mattersburg und Neusiedl. Dort sitzen Privatkunden im Beratungsgespräch, und dort kommen Firmen vorbei, die eine Investition finanzieren wollen.
Die Wurzeln reichen weit zurück. 1928 entstand in Sauerbrunn ein Landesverband der landwirtschaftlichen Genossenschaften, der Vorläufer des heutigen Hauses. Geblieben ist die genossenschaftliche Form. Geblieben ist auch die Verankerung im Land: Gemeinsam mit den Mitgliedsbanken bildet die Landesbank die größte Bankengruppe des Burgenlandes. Wirtschaftlich steht das Haus auf festem Grund. 2024 wuchs die Bilanzsumme auf 4,68 Milliarden Euro, der Jahresüberschuss lag bei 6,7 Millionen, das Eigenkapital von rund 440 Millionen Euro übertrifft die aufsichtsrechtlichen Vorgaben deutlich.
Die Aufgaben reichen weit über den Bankschalter hinaus. In der Firmenkundenberatung begleitet man Unternehmen durch ihre Investitionen, im Treasury steuern Spezialistinnen und Spezialisten das Eigengeschäft der Bank, und weil die Landesbank ihre zwölf Mitgliedsinstitute mitversorgt, arbeiten hier auch Juristen, IT-Leute und Revisoren. Stillstand ist nicht das Thema. 2024 steckte die Bank 2,9 Millionen Euro in ihr Filialnetz und eröffnete neue Standorte in Bad Sauerbrunn und Wulkaprodersdorf.
Geführt wird das Haus von einem vierköpfigen Vorstand, und die Nachfolge an der Spitze ist bereits entschieden: Anfang 2027 übernimmt Eva Fugger als Generaldirektorin von Rudolf Könighofer. Dass die fachliche Ausbildung der Beschäftigten in der eigenen Bilanz ausdrücklich als Erfolgsfaktor genannt wird, sagt einiges über den Stellenwert, den Qualifikation hier hat. Bei den eigenen Kunden kommt die Arbeit an. 2025 erhielt das Haus den FMVÖ-Recommender-Award für Kundenorientierung unter den Regionalbanken.
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