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Wer in Österreich eine Ordination eröffnet oder eine Apotheke übernimmt, steht schnell vor Fragen, die eine Universalbank selten im Detail kennt: Konzession, Ablöse, Kassenvertrag, die Kalkulation einer Praxis in den ersten Jahren. Genau dieses Wissen ist das Geschäft der Österreichischen Ärzte- und Apothekerbank. Ihre Kundinnen und Kunden sind Ärztinnen und Ärzte, Zahnärztinnen und Zahnärzte sowie Apothekerinnen und Apotheker. Andere Zielgruppen bedient das Haus nicht.
Die Bank in ihrer heutigen Form gibt es seit Oktober 2017. Damals fusionierten zwei Institute mit langer Geschichte: die 1910 gegründete Österreichische Apothekerbank und die 1914 gegründete Bank für Ärzte und Freie Berufe. Zum Stichtag der Fusion brachten sie gemeinsam rund 17.000 Kundinnen und Kunden, eine Bilanzsumme von etwa einer Milliarde Euro und 135 Beschäftigte an acht Standorten zusammen (Presseaussendung zur Fusion, Oktober 2017). Über 110 Jahre Arbeit mit denselben Berufsgruppen stecken heute in diesem einen Haus. Als Aktiengesellschaft mit Sitz in der Wiener Spitalgasse ist die Bank zugleich die Spezialbank im Volksbanken-Verbund und steht unter Aufsicht der Finanzmarktaufsicht.
Im Arbeitsalltag heißt Spezialisierung, dass eine Beraterin am Vormittag die Finanzierung einer Praxisübernahme durchrechnet und am Nachmittag mit einem Apotheker über die Veranlagung spricht, der ans Aufhören denkt. Dazu kommt das gewöhnliche Bankgeschäft mit Konten, Karten, Zahlungsverkehr und Digital Banking. Beraten wird im Büro, telefonisch oder direkt in der Ordination. Gearbeitet wird nicht nur in Wien: Geschäftsstellen führt die Bank auch in Graz, Linz, Salzburg, Innsbruck und Dornbirn (WKO Firmen A-Z).
Für Bewerberinnen und Bewerber ist die Bank damit ein überschaubares Haus mit sehr klarem Kundenfokus, das trotzdem im Rücken eines großen Bankenverbunds steht. Auf ihrer Karriereseite formuliert sie den Anspruch so: "Bei uns geht es nicht nur um Banking, es geht um Verantwortung, Vertrauen und einen echten Beitrag zur Gesellschaft." Seit 2026 ist das Unternehmen als familienfreundlicher Arbeitgeber zertifiziert, flexible Arbeitszeiten und Homeoffice gehören zum Angebot, ebenso individuelle Entwicklungschancen. Ausgeschrieben werden regelmäßig Beratungspositionen in den Filialen und Fachrollen in der Wiener Zentrale, zuletzt etwa im Risikocontrolling. Wie viele Menschen aktuell für die Bank arbeiten, weist sie öffentlich nicht aus; das Jobportal karriere.at ordnet sie der Größenklasse 101 bis 500 Beschäftigte zu. Geführt wird das Institut von einem zweiköpfigen Vorstand, Anton Pauschenwein und Martin Uidl. Und wer als Jungmedizinerin oder Jungmediziner Kundin oder Kunde wird, zahlt die ersten 1.000 Tage kein Kontoführungsentgelt.
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