Rudigierstraße 5-7
4020 Linz
Österreich

1873 gründeten der Linzer Bischof Franz Joseph Rudigier und Graf Heinrich von Brandis eine Genossenschaft, die Bauern und Gewerbetreibenden nach dem Wiener Börsenkrach wieder Kredit geben sollte. Daraus wurde die Volkskreditbank AG, kurz VKB. Der Kundenkreis ist im Kern derselbe geblieben: Handwerksbetriebe, Unternehmerfamilien, Selbstständige und private Sparer. Rund 650 Menschen arbeiten heute dafür.
Das Geschäft der VKB ist bodenständig. Sie sammelt Einlagen ein und gibt das Geld als Kredit weiter, vor allem an Betriebe und Familien in der eigenen Region. Ende 2025 lagen rund 3,4 Milliarden Euro an Kundeneinlagen bei der Bank, 2,75 Milliarden Euro standen als Finanzierungen aus. Im selben Jahr überschritt die Bilanzsumme mit 4,1 Milliarden Euro erstmals in der 153-jährigen Geschichte des Hauses die Vier-Milliarden-Marke, und das Betriebsergebnis lag bei 37,4 Millionen Euro.
Was die VKB von den meisten österreichischen Banken unterscheidet, ist ihre Eigentümerstruktur. Sämtliche Aktien hält die Volkskredit Verwaltungsgenossenschaft, und deren über 13.000 Mitglieder sind ausschließlich Kunden und Mitarbeiter der Bank. Jede Stimme wiegt gleich viel, unabhängig vom eingezahlten Betrag. Einem Bankensektor oder einer Konzernmutter im Ausland gehört das Haus nicht an. Entschieden wird in Linz.
Von der Zentrale in der Linzer Rudigierstraße aus betreibt die Bank 32 Filialen in Oberösterreich, Wien, Salzburg und der Steiermark. Ein Großteil der Stellen liegt in der Beratung. Firmenkundenbetreuer begleiten Betriebe bei Investitionen und Finanzierungen, im Private Banking und in der Veranlagung geht es um größere Vermögen. Dahinter arbeiten IT, Produktmanagement und Marketing.
Die VKB stellt Schulabgängerinnen ebenso ein wie Quereinsteiger mit Berufserfahrung und vergibt Praktika an Studierende; Einsteiger durchlaufen eine strukturierte Einschulung, Aus- und Weiterbildung sowie Projektverantwortung nennt die Bank als Teil der Karrierewege. Home-Office ist möglich, dazu kommen Essenszuschuss, Gesundheitsangebote und eine Gewinnbeteiligung für Mitarbeiter. Wie viele Lehrlinge das Haus ausbildet, veröffentlicht es nicht. Wie solide die Bank dasteht, lässt sich dagegen an einer Zahl ablesen: Die harte Kernkapitalquote stieg 2025 auf 20,1 Prozent, nach 17,5 Prozent im Jahr davor.
Rudigierstraße 5-7
4020 Linz
Österreich